Vulkanausbruch lässt Hotelpreise steigen

Von , 23. April 2010

Während die Flugzeuge in Europa auf dem Boden geblieben sind, haben die Hotelpreise einen Höhenflug gemacht. In der Zeit des Flugverbots vom 15. bis 22. April sind die Übernachtungspreise in vielen europäischen Metropolen stark gestiegen. Trivago  stellt eine Auswertungen der Übernachtungspreise vor, die für diesen Zeitraum erhoben wurden im Vergleich zu den Preisen, die aus dem monatlich veröffentlichten Hotelpreis Index (tHPI) für April resultieren. Die Ergebnisse zeigen deutliche Preiserhöhungen bei den Zimmeranfragen während des Flugverbots in vielen europäischen Metropolen. In Mailand, wo auch das Fussball-Championsleague Halbfinale stattgefunden hat, lag der Zimmerpreis mit 231 Euro um 94 Prozent über dem vom tHPI für den Monat April ermittelten Durchschnittspreis (119 Euro). Auch Hotelübernachtungen in London kosteten während des Flugverbots 237 Euro und damit 52 Prozent mehr als vom tHPI in Englands Hauptstadt für den April ermittelt.

Auch in anderen europäischen Städten liegen die Übernachtungspreise während des Flugverbots deutlich über den Durchschnittskosten für April. 67 Prozent mehr mussten Besucher in Berlin für ein Standard-Doppelzimmer bezahlen. Zum Vergleich: Übernachtungsgäste, die ihre Reise für April in der deutschen Hauptstadt im März gebucht haben, zahlten für eine Übernachtung in der deutschen Hauptstadt durchschnittlich 95 Euro; Kurzentschlossene, die im Zeitraum des Flugverbots (ab dem 15. April) ein Zimmer buchen wollten oder mussten, wurden mit 158 Euro zur Kasse gebeten. Um 49 Prozent (113 Euro als Durchschnittspreis für den April; 169 Euro während des Flugverbots) haben auch die Hoteliers in Madrid ihre Übernachtungspreise stark erhöht. Für ein Standard-Doppelzimmer zahlten Besucher, die kurzfristig in München (145 Euro) und Amsterdam (193 Euro) ein Zimmer suchten, 44 Prozent bzw. 28 Prozent mehr, als die durch den tHPI ermittelten Preise für April. Auch die Übernachtungsgäste in Paris, die ab dem 15. April ein Zimmer buchen wollten, mussten 29 Prozent mehr bezahlen, als wenn sie ihr Zimmer für den gleichen Zeitraum wenige Wochen früher gebucht hätten (tHPI-Preis: 156, während des Flugverbots 202 Euro).

Die Auswertungen und Preise basieren auf dem Hotelpreis Index (tHPI) der Hotelsuche www.trivago.de. Der tHPI bildet die Übernachtungspreise von den auf trivago am häufigsten abgefragten europäischen Städten ab. Berechnet werden die durchschnittlichen Preise für Standard Doppelzimmer. Basis sind die über den Hotelpreisvergleich täglich generierten 160.000 Anfragen nach Hotelübernachtungspreisen. trivago speichert die Anfragen, welche Reisenden für den folgenden Monat machen. Der tHPI repräsentiert die Hotelpreise auf dem Online Hotelmarkt: Der Index wird anhand der Übernachtungspreise von 53 Online Reisebüros und Hotelketten ermittelt. Verglichen werden hier die Preise, die der tHPI für den Monat April ermittelt hat mit den Preisen, die während des Flugverbots ab dem 15. April auf trivago abgefragt wurden.