München zum Oktoberfest teuer wie nie

Von , 12. September 2011

 

Nach den Ferien-Monaten klettern die Hotelpreise europaweit um 21 Prozent auf durchschnittlich 136 Euro (August 2011: 113 Euro). In München kostet eine Übernachtung zur Oktoberfest-Zeit 88 Prozent mehr als noch einen Monat zuvor (201 Euro, August 2011: 107 Euro). Damit überschreiten die Münchner Hotelpreise zum ersten Mal die 200-Euro Marke. Zum Vergleich: Im Vorjahr zahlten Oktoberfestbesucher im September 107 Euro für eine Nacht in einem Standard Doppelzimmer, also 88 Prozent weniger als in diesem Jahr. Doch auch andere deutsche Metropolen verzeichnen deutliche Preissteigerungen.

[caption id="" align="alignnone" width="402"] Graphik zu den Preisänderungen den deutschen Städten (Vormonatsvergleich)[/caption]

Mit 129 Euro für eine Nacht in einem deutschen Standard Doppelzimmer zahlen Reisende im September 32 Prozent mehr als im Vormonat. Mit diesem Wert erreicht der deutsche Index ein Rekordhoch seit Aufzeichnung des tHPI im August 2009*.  In Stuttgart, wo das Volksfest Wasen stattfindet, werden 19 Prozent (119 Euro) mehr berechnet. Auch in Frankfurt am Main (153 Euro, plus 55 Prozent) und in Berlin (120 Euro, plus 45 Prozent), wo viele Besucher zur Internationalen Automobil-Ausstellung und zur Internationalen Funkausstellung erwartet werden, ziehen die Preise stark an.  In Dresden kostet eine Übernachtung 103 Euro (plus 16 Prozent), in Nürnberg 95 Euro (plus 17 Prozent), in Hannover 117 Euro (plus 44 Prozent) und in Hamburg 139 Euro (plus 23 Prozent). In Köln (125 Euro) und Düsseldorf (114 Euro) steigen die Hotelpreise um 19 bzw. 20 Prozent.

Europäische Metropolen auf Rekordhoch

Beliebte Städteziele wie Brüssel (152 Euro, plus 69 Prozent), Barcelona (179 Euro, plus 49 Prozent) und Paris (204 Euro,  plus 38 Prozent) melden im September stark erhöhte Hotelpreise im Vergleich zum Vormonat. Die Wiener (143 Euro) und Genfer (298 Euro) Hotellerie hebt die Kosten um 24 bzw. 35 Prozent. In Istanbul kostet eine Übernachtung 146 Euro  (plus 36 Prozent) und in Prag 114 Euro (plus 21 Prozent). Auffällig entwickeln sich die Hotelpreise in Italien. In Bologna (130 Euro) werden für eine Übernachtung in einem Standard Doppelzimmer 67 Prozent mehr verlangt als einen Monat zuvor, in Mailand (196 Euro), wo die Fashion-Week Ende September stattfindet, sind es 65 Prozent. In Venedig, wo die internationalen Filmfestspiele viele Besucher anlocken, steigen die Kosten um 45 Prozent auf 285 Euro. Auch Rom (164 Euro, plus 45 Prozent) und Florenz (156 Euro, plus 36 Prozent) melden gestiegene Hotelpreise.

Belgien, Deutschland und Türkei die teuersten Länder

Im Vergleich zum Vormonat sind die Hotelpreise in den Ländern Belgien (143 Euro, plus 42 Prozent), Deutschland (129 Euro, plus 32 Prozent) und in der Türkei (143 Euro, plus 28 Prozent) am deutlichsten gestiegen. Höhere Preise sind auch in den Niederlanden (170 Euro, plus 26 Prozent), in Frankreich (196 Euro, plus  23 Prozent) und in Italien (151 Euro, plus 23 Prozent) im Vergleich zum August zu beobachten. Die höchsten Übernachtungskosten melden die Länder Schweiz (247 Euro), Norwegen (175 Euro) und Schweden (173 Euro). Günstiger schlafen Reisenden in Bulgarien (62 Euro), Rumänien (72 Euro), Polen (87 Euro) und Ungarn (87 Euro).

Eine Übersicht der durchschnittlichen Übernachtungspreise in Europa sowie weitere detaillierte Daten sind hier zu finden

*Aufzeichnung der Länderdaten seit August 2009. Erhebung der Städtedaten seit Mai 2008.

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